Ganz privat

Auf den Punkt gebracht

  • Verheiratet seit 2007

  • Papa von drei tollen Kids

  • Christ

  • Haustiere: Schildkröten

  • Ur-Kerchemer

  • Bodenständig & verantwortungsvoll

  • Netzwerker

  • Kreativ und manchmal chaotisch

  • Gründer der Pfalzsteine

  • KönigskindDesigns

  • Weilburg

  • Geocacher

Hochzeit 7. Juli 2007

Nicht nur ein besonderes Datum – auch ein besonderer Ort: Als erstes Brautpaar wurden wir im Schlossgarten Kirchheimbolanden getraut. Eine Hochzeit, über die bis heute noch oft gesprochen wird.

Denn vorher hatte es tagelang geregnet – ordentlich. Unser damaliger Pastor Helmut Hanser hatte es bei den Besprechungen nicht leicht, mich von der offenen Trauung im Schlossgarten abzubringen. Aber wir blieben dabei.

Und dann, am Tag vor der Trauung – wir waren gerade mitten im Einrichten und Schmücken – kam Wind auf, der den Boden trocknete. Plötzlich war der Platz im Schlossgarten bereit: Bänke aufstellen, dekorieren, Band einrichten.

Als wir uns schließlich das Ja-Wort gegeben haben, kam die Sonne so richtig heraus – und Melanie hatte am Ende sogar einen leichten Sonnenbrand.

Und wir hatten nicht nur unsere Gäste als Publikum: Parallel waren die „Begegnungen der Kunst“ der Lebenshilfe im Schlossgarten aktiv – heute längst eine feste Größe im Juli.

Bewusste Namensauswahl unserer Kinder

Als wir die Namen für unsere Kids ausgesucht haben, war uns eines wichtig: ein klares, positives Zeichen.
Deshalb haben wir uns bewusst für Liljana, Finja und Jannes entschieden – weil in jedem dieser Namen ein „Ja“ steckt.
Ein Ja zu unseren Kids, ein Ja zum Leben, ein Ja zu Neugier, ein Ja zum eigenen Weg.
Für uns sind es nicht nur schöne Namen, sondern auch ein kleines Versprechen: offen durchs Leben zu gehen – und Chancen eher zu sehen als Grenzen.

Christ

Eine bewusste Entscheidung – keine Tradition.

Als ich zum ersten Mal gefragt wurde, ob ich Christ bin, habe ich – weil man ja „nach Tradition“ getauft und konfirmiert ist – ganz automatisch mit „Ja“ geantwortet. Und genau das hat in mir gearbeitet.

Denn irgendwann wurde mir klar: Glaube ist mehr als das, was man über Generationen einfach so übernimmt. Es ist kein Märchen und kein reines Ritual. Als ich gesehen habe, dass Menschen in anderen Ländern für ihren Glauben verfolgt werden – bis hin zum Tod – und das nicht nur eine Nachricht am Rand ist, wurde mir bewusst: Da ist etwas, das man nicht nur erklären kann.

Und genau da liegt der Unterschied: Man muss nicht – man kann. Nicht als Pflichtprogramm aus Tradition oder als „Muss“ von falschem Bodenpersonal, sondern als freie, persönliche Entscheidung, die von innen kommt.

brown wooden cross with green leaves
brown wooden cross with green leaves

Haustiere - Kleine Dinos

Unsere Schildis – das war keine spontane Idee, sondern eine echte Herzensentscheidung. Die Kids haben sich damals richtig reingekniet, recherchiert, geplant – und uns mit einem genial ausgearbeiteten Vortrag überzeugt: Schildkröten passen zu uns. Und das, obwohl ich mit Haustieren immer so ein Thema habe… wenn ein Tier gehen muss, trifft mich das extrem.

So zogen zuerst drei bei uns ein: Henrietta, Carlotta und Schildegard.
Und dann kam dieser Moment, den kein Schildkrötenhalter vergessen will: Henrietta und Carlotta büchsten aus. Schildegard war gefühlt genauso traurig wie wir – und wir haben in dieser Zeit zwei winzige, frisch geschlüpfte Schildis aufgenommen: Rosi und Thea. Nach einer gefühlt endlosen Suche fanden wir Carlotta nach 8 Tagen wieder – und Henrietta nach 11 Tagen.

Henrietta hatte dabei leider eine Panzerverletzung und musste lange kämpfen. Wir haben sie aufgepäppelt und im Herzen wirklich das Gefühl: Wir haben ihr und sie uns nochmal zwei schöne Jahre geschenkt. Umso schwerer war es, als sie aus dem Winterschlaf nicht mehr aufgewacht ist. Wir haben sie unter Tränen begraben – und sie fehlt bis heute. Der ganzen Familie. Und mir ganz besonders.

Schildkröten sind einfach geniale Tiere: keine Kommandos, kein „Sitz“, kein „Platz“ – sie haben ihren eigenen Kopf. Und obwohl man überall liest, dass Schildkröten nicht kuscheln, machen unsere genau das: Sie kommen zu uns, suchen Nähe und genießen es. Unser Henriettchen ganz besonders. Sie war nicht nur Teil der Schildi-Crew – sie war Familie.

Ur-Kerchemer

Geboren an einem Residenzfest-Samstag in Kirchheimbolanden – wenn das kein Statement ist, weiß ich auch nicht. Meine Wurzeln reichen tief: Vor allem durch meine Ur-Oma. Sie wurde 1902 geboren, hat beide Weltkriege miterlebt – und ich hing als Kind an ihren Lippen, wenn sie von „früher“ erzählte. Wahrscheinlich ist genau da dieses bis heute ungebrochene Interesse entstanden: für unsere kleine Residenz, für Geschichte, für Identität.

Bis auf kurze Unterbrechungen – Urlaube, Geschäftsreisen, ein bisschen Weltluft – bin ich Kibo treu geblieben. Ich reise gerne, aber Heimat ist und bleibt Kirchheimbolanden.

Durch die Ausbildung als Stadtführer und durch meine Ehrenämter habe ich meinen Heimatort noch einmal ganz anders kennengelernt – tiefer, echter, mit jedem Detail. Und jedes Mal staune ich neu, wie weit Kirchheimbolanden in die Welt gestrahlt hat und bis heute strahlt.
Nur leider wird das oft nicht so sichtbar gemacht, wie es möglich wäre.

Dabei gibt es so viel, worauf wir stolz sein können: Unternehmen, deren Produkte weltweit geschätzt werden. Persönlichkeiten wie Georg von Neumayer, weit über die Antarktisstation hinaus bedeutend. Heinrich von Brunck und Carl Glaser – Chemiker, Freunde, prägende Größen der BASF, mit starken Bezügen zu Kirchheimbolanden und Umgebung. Der Besuch von Mozart 1778 bei Prinzessin Caroline von Nassau-Weilburg. Und nicht zuletzt die historischen Linien, die bis heute sichtbar sind – etwa über Henri und seinen Sohn Guillaume, den Großherzog von Luxemburg.

Kurz gesagt: Kibo ist nicht „nur“ meine Heimat. Kibo ist Geschichte – und zwar eine, die weit über unsere Stadtmauern hinausgeht.

Netzwerker

Netzwerken ist für mich mehr als Visitenkarten tauschen – es geht ums Zusammenführen von Menschen. Ich habe mir über die Jahre ein großes Netzwerk aufgebaut, das stetig wächst und das man auch pflegen muss. Genau das mache ich gern: Kontakte halten, Brücken bauen, Türen öffnen, Menschen zusammenführen.

Am meisten freut es mich, wenn aus einem „Du solltest mal mit … reden“ echte Zusammenarbeit entsteht – und daraus Ideen, Projekte oder Lösungen, die die Zukunft ein Stück positiver prägen.

two men hugging on focus photography
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Kreativität - manchmal chaotisch

Meine Kreativität kommt selten leise – eher spontan, manchmal ein bisschen chaotisch, aber fast immer mit Zug nach vorn. In Gesprächen sprudeln bei mir oft Ideen aus dem Nichts: neue Ansätze, ungewöhnliche Lösungen, kleine „Was wäre wenn…“-Momente.

Dazu kommt meine Liebe zu Wortspielen – und genau daraus sind schon so manche Designs entstanden. Viele dieser Ideen landen nicht in der Schublade, sondern werden Realität: über KönigskindDesigns und mein Nebengewerbe rund um pREHmium Textilien.

person holding click pen
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Gründer der Pfalzsteine

Mit den Pfalzsteinen habe ich eine Idee ins Rollen gebracht, die viel größer geworden ist, als ich es je geplant hätte: Aus einer kleinen Initiative wurde eine Facebook-Community mit über 12.000 Mitgliedern – in der Corona-Zeit zeitweise sogar noch mehr, vor allem an Aktiven.

Das Ziel war von Anfang an simpel und stark: die Welt jeden Tag ein Stück schöner machen. Und genau das ist passiert. Unzählige bemalte Pfalzsteine sind auf die Reise gegangen – durch Dörfer, Städte, Urlaube, durch die Welt und Zufälle. Sie haben Geschichten geschrieben, Menschen miteinander verbunden, ein Lächeln ausgelöst oder einfach in schweren Phasen ein kleines Zeichen gesetzt.

KönigskindDesigns

Kreatives Arbeiten mit Textil und Design begleitet mich schon seit der Jugend: Damals habe ich mein Taschengeld damit aufgebessert, Grafiken zu digitalisieren und beim Textildruck mitzuhelfen – auf Fußballplätzen oder an der damaligen Arbeitsstelle meiner Mutter. Dieses „Mach’s ordentlich – und mit Herz“ hat mich nie losgelassen. 2021 habe ich daraus konsequent KönigskindDesigns gegründet, welches wir als Familie im Nebengewerbe betreiben.

Meine Kundschaft sind vor allem Vereine und Kommunen, dazu Privatleute, die Wert auf Nachhaltigkeit, beste Qualität und verlässlichen Service legen. Seit Ende 2025 haben wir unseren ohnehin schon hohen Anteil an HRM Fair4ALL-Produkten auf nahezu 100% gesteigert – weil HRM genau die Philosophie lebt, die wir als Familie vertreten: fair, hochwertig, ehrlich.

Wer einmal unsere pREHmium-Kleidung trägt, merkt den gewaltigen Unterschied – und hat direkt ein neues Lieblingsstück. Und auch wenn wir uns bewusst von Billig-Produktionen abgrenzen, versuchen wir die Preise trotz gestiegener Kosten so fair wie möglich zu halten.
Mit kleiner Marge, aber klarem Anspruch: Qualität liefern, nachhaltig handeln – und dabei die Region sowie gemeinnützige Vereine unterstützen.

Weilburg

Weilburg an der Lahn ist für mich eine dieser Städte, die sofort wirken: wunderschön gelegen, voller Geschichte – und mit einer besonderen Verbindung zu unserer „kleinen Residenz“ Kirchheimbolanden. Über die Nassau-Weilburger spannt sich hier ein historischer Bogen, der zeigt, wie eng Orte miteinander verwoben sein können.

Herzstück ist das beeindruckende Schloss Weilburg mit seinem weitläufigen Schlossgarten – ein Anwesen, das man nicht nur anschauen, sondern richtig erleben kann. Und wer Kirchheimbolanden kennt, wird bei der Schlosskirche unweigerlich genauer hinsehen: Sie erinnert in ihrer Anmut und Wirkung stark an unsere Paulskirche.

Was Weilburg für mich aber noch besonderer macht, ist der herzliche Kontakt und der lebendige Austausch, der dorthin besteht.
Genau deshalb wünsche ich mir, dass daraus irgendwann mehr wird: eine echte Städtepartnerschaft, die Begegnungen, Projekte und Freundschaften dauerhaft verbindet – ganz offiziell und ganz praktisch, auf Augenhöhe zwischen Weilburg und Kirchheimbolanden.

Geocacher

Geocaching ist für mich Abenteuer im Kleinen: rausgehen, suchen, knobeln – und dabei Orte entdecken, an denen man sonst oft einfach vorbeifahren würde. Leider finde ich heute nicht mehr so viel Zeit dafür, und im größeren Umkreis sind viele Caches längst „abgehakt“.

Trotzdem genieße ich es jedes Mal, wenn ich unterwegs wieder einen neuen Cache finde – gerade auf Touren, wo Geocaching wie ein zusätzlicher Kompass funktioniert. Es hat mir viele schöne Ecken gezeigt und nebenbei auch einiges beigebracht: genauer hinschauen, logisch denken, geduldig bleiben – und manchmal einfach dem Bauchgefühl folgen.